Maulbronn

Keimzelle Zisterzienserabtei – Nach einer Schenkung wurde im Jahr 1147 auf dem Bischofslehen zu Mulenbrunnen von den Zisterziensern ein Kloster gegründet, das sich schnell zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zentrum entwickelte. In der Reformationszeit des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster Maulbronn säkularisiert und in eine evangelische Klosterschule umgewandelt, die später unter anderem von Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse besucht wurde. Heute ist die Klosteranlage großteils im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Die Stadt Maulbronn nutzt ein Gebäude der Anlage als Rathaus, der Fruchtkasten, ein ehemaliger Speicherbau, dient als Stadthalle.

Weltkulturerbe: Kloster Maulbronn
Kloster Maulbronn ist die besterhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen und wurde 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen. Sie gilt als am vollständigsten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen und repräsentatives Werk romanischer und gotischer Baukunst. Besonders hervorzuheben sind die Vorhalle und die Haupt- und Nebenportale der dreischiffigen romanischen Basilika, als Meisterwerke der Frühgotik und als älteste datierbare Türen Deutschlands. Der Klosterhof wird von großartigen Wirtschafts- und Wohngebäuden, Türmen und einer rund 1 km langen Wehrmauer umgeben.

Touristik-Routen
Maulbronn liegt an der Klosterroute Nordschwarzwald.

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